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Unser aktuelles Projekt: das Public Shelter in Miroslava

Januar 2018

Helfende Hände für die Pfoten in Miroslava

Das Public Shelter in Miroslava ist überfüllt. Den dort lebenden Hunden droht die Tötung. Wir möchten das Leben der Vierbeiner retten!

Im Osten Rumäniens liegt die Kleinstadt Miroslava. Hier kämpfen sehr viele Straßenhunde ums Überleben. Werden es „zu viele“ ruft die Bevölkerung die städtischen Hundefänger. Die Vierbeiner werden eingefangen und in das öffentliche Public Shelter (kurz: PS) gebracht.

Mittlerweile platzt dieses, der Kommune unterstellte, Tierheim aus allen Nähten. 230 Hunde leben dort zusammengepfercht auf engstem Raum. Die Wellblechzwinger sind zu klein. In den einzigen beiden größeren Zwingern gibt es zwar mehr Platz, hier mangelt es jedoch an Hütten und einer Überdachung.

Auch die medizinische Versorgung kommt zu kurz. Es werden lediglich die gesetzlichen Vorgaben erfüllt. Gesetzlich vorgeschrieben sind die Kastration, die Tollwutimpfung sowie der Chip - allerdings erst dann, wenn der Hund das Shelter verlässt.

Überfüllte Shelter in Rumänien – das bedeutet über kurz oder lang die „Tötung der Tiere“. Glücklicherweise ist das Team vor Ort sehr engagiert, auch der Bürgermeister von Miroslav ist offen für jede nur mögliche Hilfe. Und offen dafür, uns das Shelter anzuvertrauen.

Unser Aufruf, Futtereimer für 4 Euro zu spenden, hat bereits viele Tierfreunde erreicht. Vor kurzem konnten wir außerdem den ersten Hund aus dem Shelter holen. Er bekommt nun die dringend benötigte medizinische Versorgung und sobald er sich „berappelt“ hat, suchen wir eine liebe Familie für ihn.

Einmal im Monat fahren wir ab sofort nach Miroslava, um die katastrophalen Zustände im Public Shelter zu verbessern – und das Leben der Hunde zu retten!

Möchten Sie unsere Arbeit vor Ort unterstützen? Wir benötigen noch Gelder für weiteres Futter, die vorgeschriebenen DHPPIL-Impfungen, Hütten und ein Dach für die beiden großen Zwinger. Schon eine kleine Spende hilft vielen Streunern wieder auf die Pfoten!

Wir freuen uns über jede Spende (bitte unter dem Stichwort „Miroslava“ unter dem gelben Spenden-Buttom rechts anweisen). Herzlichen Dank!


14. - 17. Januar 2018

Miroslava Public Shelter – eine Chance, wie man es besser machen kann

Am Sonntag (14.01.2018) führte Jutta und mich unsere gemeinsame Reise in den Osten Rumäniens, zunächst über Ansbach, wo wir noch Futter einluden, danach direkt ins ostrumänische Miroslava. Mit vollem Auto, gespannter Erwartung und noch hoffnungsvolleren Herzen fuhren wir die gesamte Strecke in einem Rutsch durch.

Am Montagabend kamen wir im Public Shelter an, wo wir von der Leiterin Georgiana Olaru begrüßt wurden. Und nicht nur das: Sie hat uns sogar im Haus ihrer Eltern beherbergt! Dafür danken wir aus vollem Herzen, wir haben uns sehr wohl gefühlt.

Am Abend trafen wir die Tierärztin Emma und ihren Mann Adrian zum Essen. Gemeinsam schmiedeten wir Pläne, waren uns sofort sympathisch.Natürlich tauschten wir uns über viele organisatorische Dinge aus, und so verging die Zeit wie im Flug.

Nach der langen, anstrengenden Fahrt waren wir froh, dass wir am nächsten Morgen etwas länger schlafen konnten, aber alsbald machten wir uns auf dem Weg zum Shelter. Im schönsten Sonnenschein holten wir etliche Hunde aus ihren Kenneln, um sie zu fotografieren, ihre ganze Schönheit zu sehen und ihr Verhalten zu studieren. Jutta hat viele schöne Videos und Fotos gemacht, die wir nach und nach vorstellen werden.

Um es vorweg zu nehmen, das verabredete Gespräch mit dem Bürgermeister von Miroslava hat leider nicht stattgefunden. Das bedauern wir außerordentlich. Unser Fazit: Das Shelter ist schon gut aufgestellt. Die liebe Giorgiana macht dort nicht nur einen Job, nein, sie lebt für die Tiere und möchte für ihre Schützlinge tun, was sie eben kann. Dafür hat sie schon eine rumänische Association gegründet. Das ist schon mal eine tolle Voraussetzung.

Zum Shelter: Die Zwinger bestehen aus Blech und sind relativ klein oder anders ausgedrückt, zu voll. Die kleinen Boxen sind mit Blech abgeschlossen, gut bei Wind und Kälte, aber die Hunde sehen nicht viel, und im Sommer werden die Boxen sicher ganz schön heiß.

Es gibt drei Außenflächen, die aber nicht überdacht sind. Dort leben die Hunde frei und haben relativ viel Platz. Den einzigen Schutz bieten Hundehütten. Leider streiten sich die Tiere dort immer wieder und verwildern. Einige werden scheu, einige werden gemobbt.

Oben, etwas außerhalb, wurden noch 8 neue Zwinger gebaut. Das Gelände ist zudem  komplett umzäunt und könnte auch als Freilauf kontrolliert genutzt werden. Unterhalb des Shelters gibt es ebenfalls Boxen. Insgesamt leben dort etwa 230 Hunde.

Es gibt 4 Wohn-Container, in denen sich das Büro, der OP Raum, das Futterlager und ein Mitarbeiter-Raum befinden. Alles ist insgesamt recht gut ausgestattet. Der Tierarzt ist Angestellter der Stadt, aber nicht direkt vor Ort, dafür aber sein Assistent, ein junger Mann, der gut mit den Hunden umgeht. Ihm liegen die Hunde am Herzen, er hilft in seiner Freizeit auch bei Kastrations-Aktionen mit. Er sieht und behandelt Wunden oder Blessuren, was ein großer Vorteil ist. Er spritzt auch Antibiotika. Das ist schon mal mehr, als sonst üblich in Public Sheltern.

Gefüttert wird Essen aus der Kantine, Brot, gemischt mit Schlachtabfällen und Trockenfutter. Nicht schön, aber eine warme Suppe mögen die Hunde. Allerdings hatten viele auch Durchfall.

Die anderen Mitarbeiter sind für das „Grobe“ zuständig: Saubermachen, Essen bereitstellen, Tränken und alles, was so anfällt.

Es gibt natürlich auch Hundefänger, die aber lt. Georgiana einen "guten" Job machen. Sie fangen mit Transquilizern, was eine schonende Methode darstellt. Es werden auch nur Hunde gefangen, wenn es von der Bevölkerung gewünscht wird.

Am Dienstag wurde das Wetter schlechter, es bezog sich, dennoch konnten wir fleißig insgesamt 40 Hunde fotografieren. Alle Hunde sind in ihrem Verhalten sehr lieb, natürlich teilweise verhalten wegen der neuen, ungewohnten Situation. Es war sehr berührend zu sehen, wie einige sich freuten wie Bolle, einmal draußen zu sein.

Fazit:

Dieser Public Shelter ist überraschend gut aufgestellt. Es wird alles getan, was von Gesetzes wegen gefordert wird. Der Bürgermeister soll aufgeschlossen sein gegenüber einer Zusammenarbeit mit Tierschützern. Das werden wir noch testen.

Konzept:

Die Hunde kratzen sich, sie haben Flöhe, hier sollten wir für Parasitenschutz (Paten?) sorgen, intern und extern. 

Wünschenswert wäre eine Quarantänestation: bei Eingang eines Hundes 14- tägiger Aufenthalt mit Eingangsuntersuchung, Tollwut, Chip, Polyvalentimpfung und gegebenenfalls Kastration. Danach sollte der Hund in den mittleren Teil gehen können. 

Auch Puppies sollten wegen der Parvogefahr mit 4 Wochen eine erste Impfung bekommen.

Neuzugänge sollten mit Foto gleich katalogisiert werden können ( Formblatt). Danach kann der Hund in das Vermittlungsprogramm übergehen.

Wird ein Hund angefragt, sollte er in den oberen Teil übersiedeln können, um die Verletzungsgefahr zu minimieren. Dort sollten dann auch unsere Ausreiseboxen sein.

Um zunächst etwas mehr Platz zu schaffen und die Logistik zu unterstützen, könnte man auch einige Hunde auf externe Pflegestellen setzen.

Baulich:

Die Außenzwinger sollten ein Dach bekommen. Hierzu haben wir schon Pläne geschmiedet. Auch die Umzäunung sollte mit Blech oder Plane verkleidet werden. Damit haben die Hunde noch Windschutz und im Sommer Schatten. Der Boden verwandelt sich in eine Schlammwüste bei Regen. Hier wäre Sandaufschüttung vielleicht eine Lösung.

Kastrationsprogramm:

Miroslava ist eine Kleinstadt mit ca. 13 Dörfern rundherum. Es leben hier noch viele Straßenhunde. Wünschenswert wären Kastrationskampagnen am Wochenende oder bei lokalen Veterinären als ganzjähriges Angebot. Für eine oder mehrere Kastra-Aktionen am Wochenende sollte der Bürgermeister sein Okay geben und ein Gebäude zur Verfügung stellen. Das hat Georgiana schon mit ihm besprochen und er ist damit einverstanden. Hierzu müsste man die lokalen Vets mit ins Boot holen.

Weiterhin wünschenswert und nachhaltig:

- Kastration des Tieres – Kosten übernimmt der Tierschutz

- Chip und Recs-Registrierung: Kosten übernimmt der Besitzer

- Tollwutimpfung: Kosten übernimmt die Kommune (da gesetzmäßig vorgeschrieben)

Das sollten wir so schnell wie möglich mit dem Bürgermeister besprechen und bereits im März erste Termine anbieten.

Gelder werden für die regelmäßigen Impfungen, die Parasitenprophylaxe, Kastrationen und Futter gebraucht, außerdem für einige schwerer erkrankte Hunde.

Es ist zu voll im Shelter und somit muss schnellstens die Anzahl der Tiere reduziert werden. Die ersten 12 Hunde werden bald nach Bukarest umziehen.

Eine Fangquote sollte festgelegt werden, damit nicht mehr Hunde in das Shelter kommen als wir rausholen können. Das wird ein großer Punkt werden im Gespräch mit dem Bürgermeister. Auch wenn Straßenhunde eingefangen werden zur Kastration, sollten diese nicht unbedingt in das PS eingeliefert werden, sondern nach der Kastration wieder an ihre angestammten Plätze verbracht werden.

Am Ende dieses Berichtes sei noch gesagt, wir haben unser Herz längst verloren an diese Hunde, wir kommen ganz sicher wieder und freuen uns auf die Zusammenarbeit mit einem guten Team.

Am Dienstagabend gab es einen plötzlichen Wintereinbruch. Es schneite heftig. Somit beschlossen wir, noch eine Nacht die Gastfreundschaft Georginanas zu strapazieren und ließen den Abend gemütlich bei Mama in der Küche ausklingen.

Jutta und Antje

März 2018

Das 1. Dach steht! Wir sagen DANKE!

Aus unserem Team waren Jutta Zein und Mark-Hermann Wiesemann Mitte März 2018 vor Ort in Miroslava und haben Großartiges geleistet.

Mit euren Spenden wurde das Baumaterial eingekauft und es wurde das erste Dach im Public Shelter Miroslava fertiggestellt. 
Die Hunde lieben es und haben diesen „Schutz“ ganz schnell und dankbar angenommen. 


Ein herzliches Danke an alle Spender! Ohne euch wäre das nicht möglich gewesen.

Leider war es uns aufgrund der Kürze der Zeit und des schlechten Wetters nicht möglich, mehr zu tun. Die Bauhelfer versanken im Schlamm!

An dieser Stelle ein RIESEN-DANKE an die Zweibeiner, die im strömenden Regen stundenlang gestanden, Holz zugeschnitten und geschraubt haben.

Wir machen natürlich weiter, denn das restliche Baumaterial für zwei weitere Dächer liegt natürlich noch in Miroslava bereit.

Ein Helferteam wird Anfang Mai aufbrechen! Bei sicherlich besserem Wetter wird weitergebaut! 
Natürlich werden wir berichten und hoffen, ihr unterstützt und verfolgt unser Projekt auch weiterhin.

Spenden für weitere, dringend benötigte Dächer im Public Shelter Miroslava sind willkommen ( Paypal : romaniandogsinneed@gmx.de unter dem Stichwort „Schutzdächer“).


April 2018

Zweite Bauwoche in Miroslava

Unsere Baumeister heißen zwar nicht Bob sondern Uwe Werner und Mark-Hermann Wiesemann, sie bauen aber ebenso planvoll und mit Liebe zum Detail. Das haben sie in der zweiten Bauwoche im Public Shelter Miroslava wieder einmal bewiesen.

Nachdem unser erster Baueinsatz im März 2018 aufgrund des starken Regens buchstäblich ins Wasser fiel (oder besser gesagt in den Matsch!), brachen die Männer Ende April mitten in der Nacht erneut auf. Sie fuhren zunächst nach Galati, um den Wohnwagen zu holen, der während der Bauwoche als „Hotel“ diente.

Mit im Gepäck: 9 zerlegbare Plastikboxen, gespendet von einem Vereinsmitglied, welches in einer Firma arbeitet, die diese Boxen zum Transport hochwertiger Güter benutzt.

Am ersten Tag in Miroslava wurde nochmals Holz eingekauft und dann ging es richtig zur Sache. In der heißen Sonne sind für alle drei Außenzwinger die Plattformen entstanden. Daraufhin wurden die Unterstände montiert. Sinn dieser Konstruktion: die Hunde können im Schatten liegen und vor Regen geschützt ihre Hütten betreten. Und dieser „Luxus“ ist unserem Bauteam rundherum gelungen - die Vierbeiner lieben ihre neuen Hütten und Unterstände.

Kies wurde ebenfalls aufgeschüttet, er soll später noch verdichtet werden. Die knappe Zeit von vier Tagen nutzen unsere Bauherren vom frühen Morgen bis in die späten Abendstunden. Kurz vor der Rücktour, am Freitagmorgen ließen sie die letzte Schraube ein.

Der tierische Einsatz wurde auch vor Ort geschätzt. Die Shelter-Mitarbeiter sind voll des Lobes und freuen sich für ihre Schützlinge.

Unsere Baumeister kamen natürlich nicht mit „leeren Händen“ zurück: mit an Bord waren drei Hunde aus dem Public Shelter Miroslava, die bereits sehnsüchtig in Deutschland erwartet wurden.

Kaum hatten die RoDiN-Männer am Samstagabend deutschen Boden erreicht, stand bereits fest, dass sie schon recht bald wieder nach Miroslava aufbrechen wollen, um weitere Verbesserungen für das Shelter in Angriff zu nehmen!

Geplant sind unter anderem ein Gehege für die ganz kleinen Hundebabys und für Mütter mit Welpen.

Wenn Sie für Baumaßnahmen spenden wollen, nutzen Sie bitte den PayPal – Button auf unserer homepage: Stichwort Baumaßnahmen.

Wir sagen Danke an die Baumeister und natürlich auch Danke an die Spender, ohne die gar nichts möglich gewesen wäre!  Multumin mult!

Die Shelterhunde aus dem Public Shelter Miroslava